Welche Symptome treten bei Epilepsie auf?

Die Frage „welche Symptome treten bei Epilepsie auf“ ist nicht so einfach zu beantworten. Viele kennen nur Krampfanfälle zusammen mit Bewusstlosigkeit als Symptome für diese Krankheit. Diese Vorstellung hat das Bild der Krankheit geprägt und Personen mit einem solchen Krankheitsbild werden oft, skeptisch betrachtet. Dieses Vorurteil stammt noch aus alten Zeiten. Die krampfartigen Nebenerscheinungen können durch Cannabidiol (CBD), ein entkrampfendes Mittel, gemildert bzw. gut behandelt werden. Um näher auf die gestellte Frage eingehen zu können, nur kurz eine allgemeine Definition.

 

Was ist Epilepsie?

Der Begriff Epilepsie kommt aus dem altgriechischen und wurde in früheren Jahrhunderten als Fallsucht bezeichnet. Die Bedeutung dieses Wortes ist „plötzlich heftig ergriffen und überwältigt“ und beschreibt genau das Verhaltensmuster dieser Krankheit. Ein solcher Anfall tritt immer spontan und ohne erkennbare Gründe mit einer Folge von elektrischen Entladungen im Gehirn auf.

Als Begleiterscheinungen dieser Reihenentladungen können Verkrampfungen, Verhaltens- und Bewusstseinsstörungen auftreten.

Der Umfang und Dauer dieser Anfälle sind unterschiedlich und so unterschiedlich sind auch die Symptome. Die Möglichkeit diese Krankheit zu bekommen ist in jungen Jahren oder ab dem 60. Lebensjahr größer.

 

Symptome bei Epilepsie

Ein einfacher Anfall ist unter vollem Bewusstsein. Die unterschiedlichsten Anzeichen können auftreten. Zuckungen, plötzliche Körperbewegungen und undefinierbare Laute. Die Sinne spielen verrückt. Kribbeln, Blitze Sehen, Schwindel und Störungen bei den Geschmacks- und Geruchssinnen. Sprachstörungen in Verbindung mit Halluzinationen oder Angstgefühl oder auch ein Déja vu. Diese Symptome werden unter dem Begriff „Aura“ zusammengefasst.
Kleinere Anfälle (Petit mal) treten mit einer kurzen Bewusstseinspause auf. Vor allem bei Kindern zeigen sich spontane Tätigkeitsunterbrechungen in Kombination mit abwesendem Fixieren eines Punktes. Bei Jugendlichen können plötzliche Armbewegungen zusätzlich auftreten und Erwachsene führen kurzfristig ihre Tätigkeiten wie ein Roboter aus und wirken abwesend.

Bei Säuglingen kann es zum plötzlichen Zusammenzucken, Nicken des Kopfes und plötzliches Ausstrecken der Arme nach vorne (BNS-Krämpfe) kommen. Nächtliche Anfälle mit Gesichtszuckungen und Sprachschwierigkeiten, herabhängender Mundwinkel mit Speichelausfluss ohne wirklich wach zu sein (Rolando-Epilepsie) kommt auch im Kindesalter vor. Eine weitere Variation in diesem Lebensalter ist der Fieberkrampf. Plötzlicher Bewusstseinsverlust mit Muskelverkrampfung und anschließenden Zuckungen.

Die bekanntesten Symptome treten beim großen Anfall (Grand mal) auf. Plötzliche Bewusstlosigkeit, Sturz auf den Boden, Versteifung des Körpers und zucken mit Armen, Beinen und Kopf. Aus dem Mund tritt schaumiger Speichel aus und die Gefahr, dass der Betroffene sich in Wange oder Zunge beißt, ist groß. Die Haut kann sich bläulich verfärben und die Atmung ist unregelmäßig. Urin läuft unkontrolliert aus. Nach dem Anfall kommt ein tiefer Schlaf und das Gefühl beim Aufwachen ist wie nach einer durchzechten Nacht (benommen) in Kombination mit einem starken Muskelkater.

 

Fazit

Die Vielseitigkeit der epileptischen Anfälle und dessen Symptome macht es nicht immer leicht die richtige Diagnose zu stellen. Einzelne Erscheinungen für sich, sind völlig harmlos, aber in Kombination mit anderen kann es einen Anfall bedeuten. Eine Erinnerung an den Vorfall fehlt meistens. Da kann nur das Umfeld helfen und die Symptome bei Epilepsie dem Betroffenen oder dem Arzt beschreiben. Auch bedeutet ein einmaliger Krampfanfall nicht gleich diese Krankheit. Dieser Vorfall muss zumindest zweimal kurz hintereinander auftreten, damit man von Epilepsie sprechen kann. Ein entkrampfendes Mittel wie CBD kann zur Linderung genutzt werden.

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